KOSMETIK-GLOSSAR

WAS BEDEUTET EIGENTLICH...?

Erklärung & Definition wichtiger Begrifflichkeiten in der Apparativen Kosmetik & Medical Beauty

Unser Kosmetik-Glossar wird fortlaufend aktualisiert und erweitert.

Apparative Kosmetik bezeichnet kosmetische Behandlungen mit elektronisch betriebenen Geräten. Bekannte kosmetische Apparaturen sind beispielsweise IPL Geräte, IPL SHR Geräte, SHR Laser sowie SHR Diodenlaser (bzw. allgemein Haarentfernungslaser) zur dauerhaften Haarentfernung, Hydraface-Geräte zur Gesichtsreinigung, -vitalisierung und -verschönerung, Kryolipolyse-Geräte zur Gewebekühlung, HIFU-Geräte zum Face Lifting, Nd:YAG-Laser zur Tattooentfernung oder auch Microdermabrasions-Geräte zur Gesichtshautglättung. 

Mittlerweile gibt es vielzählige Kosmetik-Geräte mit unterschiedlichen Anwendungszwecken. Kosmetikbehandlungen mit Apparaturen sind vor allem bei Endverbrauchern stark nachgefragt, weil diese nicht nur sofortige, sondern auch nachhaltige Erfolgswirkungen & Effekte versprechen. 

Die Dauerhafte Haarentfernung ist wohl mit die nachgefragteste Anwendung in der Apparativen Kosmetik – und das schon seit rund 20 Jahren. Mittels verschiedenen Apparaturen wie vor allem IPL Geräten, IPL SHR Geräten und auch Haarentfernungslasern wie SHR Laser bzw. SHR Diodenlaser lassen sich die Haare am ganzen Körper schon nach wenigen Sitzungen dauerhaft entfernen.

Während die dauerhafte Haarentfernung in ihrem Anfangsstadium noch schmerzhaft von statten ging, garantieren die neuesten Haarentfernungs-Technologien eine schmerzarme Anwendung.

Ein Diodenlaser – synonym SHR Diodenlaser – ist vor allem als Haarentfernungslaser bekannt. Der Diodenlaser ist die derzeit innovativste Technologie für die dauerhafte Haarentfernung, die mit dem Laser schon nach 4 bis 8 Sitzungen möglich ist – und das nahezu schmerzfrei. Auch lassen sich mit dem Haarentfernungslaser verhältnismäßig dunkle Hauttypen und helle Haarfarben effektiv behandeln. Diese Möglichkeit besteht mit IPL Geräten oder IPL SHR Geräten im Vergleich nur sehr eingeschränkt. Der SHR Diodenlaser gilt daher auch als technologischer Nachfolger der IPL Haarentfernung.

Aus Betreibersicht ist ein leistungsstarker (medizinischer) SHR Diodenlaser zwar in der Investition teurer als herkömmliche Pulslicht-Systeme wie IPL oder IPL SHR, langfristig betrachtet unter Einbezug der laufenden Neben- bzw. Verschleißkosten allerdings die günstigere und lukrativere Variante an Haarentfernungsgeräten.

Denn aufgrund der Langlebigkeit seines Applikators (teilweise bis zu 50 Millionen Pulse) sind weniger an kostspieligen Lampen-/Handstückwechsel notwendig. Ein Filterwechsel, wie er des Öfteren bei IPL Geräten durchgeführt werden muss, ist bei einem Laser-Haarentfernungsgerät nicht vorgesehen. Hinzu kommt, dass eine Laser-Haarentfernung aufgrund ihrer Vorteile wie Schmerzärme und Schnelligkeit teurer im Verkauf ist als eine Pulslicht-IPL-Behandlung.

Über weitere Vorteile mit einem Diodenlaser klären wir Sie gerne auf.

HIFU ist die Abkürzung für „hochintensiv fokussierter Ultraschall“ und bezeichnet eine Technologie zur Straffung erschlaffter Haut. Kollagen, das im Laufe des Lebens natürlich mitaltert und sich in tiefen Hautstrukturen einlagert, wird durch den HIFU animiert, Selbstheilungsprozesse zu aktivieren und sorgt dafür, dass sich die ermüdeten Hautpartien wieder regenerieren. Das Ergebnis ist ein sichtbar glattes und straff es Hautbild. 

Bei der herkömmlichen Lasertechnik dringt der Lichtimpuls von außen nach innen in die Haut ein, nicht so beim hoch-fokussierten Ultraschall. Hier wird die Haut von innen nach außen gestrafft. Das bringt den Vorteil einer besonders schonenden Behandlung, welche die Hautoberfläche nicht schädigt.

Der Applikator wird auf die zu behandelnde Hautfläche aufgelegt. Die hochfokussierte Ultrallschallenergie bewirkt Hitzeirritationen in der Unterhaut, sodass sich als Reaktion darauf das Kollagen neu bildet. Das Gewebe zieht sich anschließend wieder zusammen. Folglich zeigt sich an der Hautoberfläche ein Straffungseffekt, der sich insgesamt über einen Zeitraum von 6 Monaten entwickelt und verbessert.

Die neue NISV-Gesetzgebung, die zum 31.21.20 in Kraft getreten ist, sieht allerdings vor, dass HIFU-Behandlungen nur noch durch Mediziner und teilweise auch Heilpraktiker durchgeführt werden dürfen. Für ausgebildete KosmetikerInnen ist damit die Behandlung untersagt.

Hydraface – auch bekannt als “Hydrafacial” in Anlehnung an das Pionier-System aus den USA – bezeichnet eine intensive, nicht-invasive Gesichtsbehandlung auf Vakuum-Liquid-Basis, mit der eine Tiefenreinigung, -vitalisierung und -verschönerung der Gesichtshaut ermöglicht wird.

Hierbei werden bestimmte Wirkstoffe, die unter anderem aus Vitaminen, Mineralien, Hyaluron und Antioxidantien bestehen, über die Applikatoren auf die Haut aufgetragen und in die geöffneten Poren eingeflößt. 

Mit einem hochwertigen Hydraface-Gerät und ideal aufeinander abgestimmten Wirkstoffen ist schon direkt nach der Behandlung ein Sofort-Effekt sichtbar.

Unser Hydra4Face 200 bietet zusätzlich zur Hydra-Dermabrasion, also der Hydraface-Hauptanwendung, die Möglichkeit, über weitere Applikatoren die verschiedene Anwendungen wie unter anderem Radiofrequenz, Bio-Mikrostrom oder auch Bio-Kaltlicht versprechen, die Grundbehandlung noch weiter zu verfeinern.

IPL ist die Abkürzung für “Intensives Pulslicht” und wird in der Apparativen Kosmetik vor allem zur Dauerhaften Haarentfernung eingesetzt. Beim IPL-Verfahren werden stellenweise Lichtblitze – ausgehend von einer Xenon-Lampe – mit hoher Energie auf die Haut pulsiert. Ziel ist es, über die Pigmentierung des Haares die Energie bzw. Wärme an die Haarpapille zu übertragen und diese dadurch zu veröden.

IPL ist das Ursprungsverfahren für die Dauerhafte Haarentfernung und birgt deshalb Entwicklungspotenziale, welche die Laser-Haarentfernung über den SHR Laser bzw. SHR Diodenlaser mittlerweile aufgegriffen und optimiert hat. 

Viele IPL Geräte bieten durch verschiedene Filter allerdings auch die Möglichkeit, diverse Hautbehandlungen bzw. -verschönerungen durchzuführen. Dazu gehören unter anderem Hautstraffung, Aknebehandlung, Besenreiserbehandlung und Gefäßverödung.

Das Nachteilige an IPL-Geräte-Systemen ist – neben der Gefahr von Hautverbrennungen durch die hochenergetischen Lichtpulse – vor allem der hohe Lampenverschleiß. Denn nach etwa 100.000 Pulsen sollte aus Leistungsgründen ein Lampenwechsel durchgeführt werden, der je nach Anbieter, sehr kostspielig sein kann.

Die Kryolipolyse bezeichnet ein Verfahren zum Body Contouring, was über eine lokale Gewebekühlung seine Wirkung erzielt. Hierbei wird das jeweilige Gewebe lokal durch Vakuum in den aufliegenden Applikator eingesogen. Durch speziell integrierte Kühlflächen wird das Gewebe in der subkutanen Hautschicht über einen längeren Zeitraum gezielt unterkühlt. Je nach Kryolipolyse-Gerät und dessen Ausstattung, können in der Theorie bis zu 4 Körperareale gleichzeitig behandelt werden.

Als Folge wird eine Kristallisation der Zellen erzeugt. Diese kristallisierten Zellen werden dann innerhalb von 4 bis 6 Wochen nach der Behandlung über den Stoffwechselprozess abtransportiert, sodass sich der Umfang an der behandelten Stelle messbar reduziert.

Mittlerweile ist das Kryolipolyse-Verfahren in verschiedenen deutschen Bundesländern für Kosmetikstudios untersagt und nur noch Medizinern vorbehalten.

 

Zum 26.05.21 tritt die vom EU-Parlament verabschiedete, neue Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation – MDR) nach insgesamt 4-jähriger Übergangsfrist in Kraft. Nach der neuen Verordnung werden nicht nur Hersteller, sondern auch Lieferanten, Importeure und Händler von Medizinprodukten (und medizinprodukte ähnlichen Apparaturen nach Anhang XVI) vor veränderte Herausforderungen und Rahmenbedingungen gestellt.

Die bisherigen Richtlinien über Medizinprodukte – 93/42/EWG und 90/385/EWG – werden dadurch ersetzt.

Die MDR, die für Gesamt-Europa gilt, reglementiert das Inverkehrbringen, die Bereitstellung am Markt und auch die Inbetriebnahme von medizinischen Produkten und deren Zubehör, die auf den Menschen als Endverbraucher abzielen, neu.

Die neue Verordnung schließt hierbei aber nicht nur die klassische Medizinbranche mit ihren Produkten zu therapeutischen Zwecken bei beispielsweise Krankheiten, Verletzungen, Behinderungen oder anatomischen Besonderheiten mit ein. Denn auch sind Teilbereiche und -produkte der Apparativen Kosmetik von der neuen Verordnung betroffen.

Beauty-Apparaturen, die bisher noch als Nicht-Medizinprodukte galten, neuerdings aber auch als Medizinprodukt deklariert werden – und folglich auch als solches behandelt werden müssen – sind laut Anhang XVI des MDR-Gesetzestextes:

  • “Geräte, die zur Reduzierung, Entfernung oder Zersetzung von Fettgewebe bestimmt sind, wie etwa Geräte zur
    Liposuktion, Lipolyse oder Lipoplastie.
  • Für die Anwendung am menschlichen Körper bestimmte Geräte, die hochintensive elektromagnetische Strahlung (Infrarotstrahlung, sichtbares Licht, ultraviolette Strahlung) abgeben, kohärente und nichtkohärente Lichtquellen sowie monochromatisches Licht und Licht im Breitbandspektrum eingeschlossen, etwa Laser und mit intensiv gepulstem Licht arbeitende Geräte zum Abtragen der oberen Hautschichten („skin resurfacing“), zur Tattoo- oder Haarentfernung oder zu anderen Formen der Hautbehandlung.” 

Die neu verabschiedete MDR bezieht sich also auch auf die in der Kosmetik bekannten und stark vertretenen Apparaturen wie unter anderem Kryolipolyse-Geräte, Lipolaser, Tattoo-Laser, IPL Geräte, IPL SHR Geräte und Haarentfernungslaser (SHR Laser – Diodenlaser).

In diesem Zusammenhang ist es als Betreiber und Kaufinteressent der oben genannten Apparaturen wichtig darauf zu achten, dass der entsprechende Hersteller bzw. Lieferant/Händler der Geräte die notwendigen Dokumentationen bei Übergabe an den Käufer mitliefert. Nur so kann der Anwender sichergehen, dass er oder sie auch ein legales, gesetzeskonformes Gerät betreibt, das technisch sicher ist und dadurch die Gefahren für den Kunden und Endverbraucher minimiert.

NISV ist die Abkürzung für nichtionisierende Strahlenschutzverordnung, die zum 31.12.20 in Kraft getreten ist.

Der Begriff steht in der Apparativen Kosmetik vor allem im Zusammenhang mit den neuen Gesetzesverabschiedungen, welche die Rahmenbedingungen für Anwender im Bereich der Dauerhaften Haarentfernung mit IPL & Laser, Ultraschall und Radiofrequenz neu definieren.

Gleichzeitig sind gewisse Anwendungen, wie beispielsweise die Tattoolaser-Entfernung, die bis dato noch in Kosmetikstudios angeboten wurden, fortan nur noch Medizinern vorbehalten sind. 

Ausführliche Informationen zur NISV finden Sie hier.

SHR ist die Abkürzung für “Super fast Hair Removal” und bezeichnet die Dauerhafte, Apparative Haarentfernung in Gleit-Technik. Die Technologie ist vor allem in Bezug mit IPL SHR Geräten und SHR Lasern bekannt. Das Verfahren ist zudem die Weiterentwicklung der IPL-Technik. Denn im Vergleich dazu werden die Lichtpulse hierbei nicht Stelle für Stelle, sondern während des Gleitens mit dem Handstück appliziert. 

Die Technik ermöglicht, mehrere Impulse pro Sekunde abzugeben. Das Energielevel ist im Vergleich zu einem IPL Gerät allerdings etwas niedriger. Doch das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Lichtpulse lassen sich dadurch nicht nur über die Pigmentierung des Haares an die Haarpapille übertragen, sondern sorgen zugleich auch für eine Unterhauterwärmung. Infolgedessen wird die Nährstoffzufuhr der Haarwurzel unterbunden, die daraufhin verödet.

Unsere Haarentfernungsgeräte arbeiten ausschließlich mit SHR-Technik.

Bei Tattooentfernungen gilt der in der Fachsprache genannte „güte-geschaltete Nd:YAG-Laser“ (Neodymdotierter Yttrium-Aluminium-Granat-Laser) bei Experten als Mittel erster Wahl. Daher gehört der Festkörperlaser auch zu den weitverbreitesten, nicht-invasiven Lasermethoden überhaupt. 

Die frequenzverdoppelte Wellenlänge von 532 NM (Nanometer) eignet sich für die Entfernung zum Teil hellfarbiger Tattoos, unter anderem mit roten, orangen oder gelben Farbtönen, während sich über die Wellenlänge von 1064 NM stärker pigmentierte Tattoofarben wie z. B. blau, schwarz und braun beseitigen lassen. Mittels 585 und 650 NM lassen sich insbesondere resistente, geringpigmentierte Tattoos nochmals feiner entfernen. 

Beim Tätowieren werden kleinste Farbpigmente mittels spezieller Nadeln in die untere Hautschicht eingebracht. Diese Farbpigmente verbleiben im Körper und ergeben das individuelle Tattoobild. Die vom Tattoolaser applizierten hochenergetischen und kurzen Laserimpulse verursachen
eine photothermale Wirkung, bei der durch Absorption der eindringenden Lichtenergie die bei der Tätowierung implantierten Mikro-Farbpigmente erhitzt und zerstört werden. 

Die kleinen „Überreste“ der zerstörten Farbpigmente werden dann über den körpereigenen Organismus im Laufe der Zeit abtransportiert.

Die Zahl der Behandlungen, bis das Tattoo vollständig verblasst, ist u.a. abhängig vom Alter des Tattoos, der verwendeten Farbmenge, dem
Farbstoff sowie der Farbstofftiefe in der Haut. Professionelle Tätowierungen sind in der Regel nach durchschnittlich 8 Behandlungen – in Intervallen von 4 Wochen – entfernt. Eine Behandlung dauert je nach Körperstelle zwischen 5 und 45 Minuten.

Aufgrund der neuen NISV-Gesetzgebung ist das Betreiben eines Tattoolasers nur noch Medizinern vorbehalten. Kosmetikstudios, Heilpraxen oder auch Tätowierer selbst dürfen diese Anwendung seit dem 01.01.21 nicht mehr durchführen.

Persönliche Einstellungen
Wenn Sie unsere Website besuchen, kann sie über Ihren Browser Informationen von bestimmten Diensten speichern, normalerweise in Form von Cookies. Hier können Sie Ihre Datenschutzeinstellungen ändern. Bitte beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Ihre Erfahrung mit unserer Website und den von uns angebotenen Diensten beeinträchtigen kann.